Kloster Jerichow
Das Kloster Jerichow ist ein echtes Highlight der „Straße der Romanik“. Es gilt als einer der ältesten Backsteinbauten Norddeutschlands und beeindruckt durch seine schlichte, aber monumentale Schönheit.
🕒 Öffnungszeiten 2026
- Sommersaison (April – Oktober): täglich 10:00 – 18:00 Uhr (Einlass bis 30 Min. vor Schließung)
- Wintersaison (November – März): täglich 10:00 – 16:00 Uhr
- Hinweis: An Feiertagen können die Zeiten variieren.
🎫 Eintrittspreise
Die Preise beinhalten Zugang zur Klosteranlage, Museum und Gärten.
| Ticket-Art | Preis (ca.) |
| Erwachsene | 8,00 € |
| Ermäßigt (Schüler, Studenten, Behinderte) | 5,00 € |
| Familienkarte | 20,00 € |
| Kinder unter 6 Jahren | frei |
📜 Geschichte im Schnelldurchlauf
- Gründung (1144): Als Stift der Prämonstratenser-Chorherren gegründet.
- Backstein-Pionier: Da es kaum Naturstein gab, nutzte man gebrannten Ton. Das Kloster wurde Vorbild für die norddeutsche Backsteingotik, obwohl es selbst noch rein romanisch geprägt ist.
- Reformation: Im 16. Jahrhundert aufgehoben, danach als Domäne und Brauerei genutzt.
- Wiederentdeckung: Seit dem 19. Jahrhundert Restaurierung, um den romanischen Zustand zu bewahren.
✨ Was du nicht verpassen solltest
- Die Krypta: Ein sehr atmosphärischer Ort unter der Kirche.
- Der Kreuzgang: Perfekt für Ruhe und Fotos der Architektur.
- Der Klostergarten: Historische Kräuter und Nutzpflanzen nach mittelalterlichem Vorbild.
💡 Kleiner Tipp: Das Klostergelände ist recht weitläufig. Plane für den Rundgang inklusive Museum etwa 1,5 bis 2 Stunden ein.
Erlebnisdorf Parey
Direkt an der Elbe gelegen, bietet das Erlebnisdorf Parey einen tollen Kontrast zum ruhigen Kloster Jerichow – hier stehen Abenteuer, Natur und Entspannung im Vordergrund.
🕒 Öffnungszeiten
Das Erlebnisdorf ist ganzjährig zugänglich (Hotel- und Gastronomiebetrieb). Die Attraktionen haben Kernzeiten:
- Hauptsaison (April – Oktober): täglich ca. 10:00 – 18:00 Uhr (Gastronomie oft länger bis 21:00/22:00 Uhr).
- Nebensaison: Eingeschränkte Zeiten für Outdoor-Aktivitäten, oft nur an Wochenenden oder für Hotelgäste voll nutzbar.
- Tipp: Wegen häufiger Hochzeiten können einzelne Bereiche reserviert sein.
🎫 Eintrittspreise
- Gelände-Zugang: kostenfrei (Spaziergang, Gastronomie).
- Attraktionen (Einzelabrechnung):
- Floßfahrt: ab ca. 25 € pro Person (Gruppenpreise).
- Mühlenfloß / Rundfahrten: ca. 10–15 €.
- Fahrrad-/Kanuverleih: stundenweise ca. 5–15 €.
- Übernachtung: In den „Seehotel-Sternen“ oder schwimmenden Häusern ab ca. 120 € pro Nacht.
📜 Geschichte & Konzept
Vom Sägewerk zum Tourismus-Hotspot: Das Gelände war früher industriell geprägt (alte Mühle/Sägewerk) und wurde naturnah umgestaltet. Die Paltrockmühle ist das Wahrzeichen und dient oft als romantische Kulisse für Trauungen. Das Dorf liegt direkt am Elbe-Pareyer-Verbindungskanal und setzt voll auf Wassererlebnisse.
✨ Highlights in Parey
- Schwimmende Häuser: Zum Schlafen, als Sauna oder für Events mietbar.
- Abenteuer-Spielplatz: Große Holzspielanlagen, oft Streicheltiere.
- Elbe-Floße: Gemütliche Flöße (teilweise mit Grill) zum Schippern.
- Kulinarik: Restaurant „Annos“ mit regionaler Küche in uriger Atmosphäre.
Schloss Zerben – Effi-Briest-Gedenkstätte
Das Schloss Zerben (Gemeindeverwaltung Elbe-Parey) ist ein schlichter, aber eleganter Putzbau aus dem 18. Jahrhundert und war Vorbild für den Roman „Effi Briest“ von Theodor Fontane.
🕒 Öffnungszeiten
Das Gebäude beherbergt heute die Gemeindeverwaltung und die Bibliothek. Innenräume sind am besten zu den offiziellen Sprechzeiten zugänglich:
- Dienstag: 09:00 – 12:00 & 13:00 – 18:00 Uhr
- Donnerstag: 09:00 – 12:00 & 13:00 – 17:00 Uhr
- Außerhalb dieser Zeiten ist die Effi-Briest-Gedenkstätte meist nur nach Voranmeldung für Gruppen zugänglich.
- Der Schlosspark ist jederzeit frei zugänglich.
🎫 Eintritt & Kosten
- Park: kostenfrei, immer offen.
- Standesamt / Trauzimmer: Besichtigung nach Absprache kostenlos, sofern keine Trauung stattfindet.
- Kulturelle Veranstaltungen: Lesungen oder Konzerte meist 10–20 € Eintritt.
📜 Architektur & Geschichte
- Bauweise: Zweigeschossiger Putzbau mit markantem Mittelrisalit (vorspringender Mittelteil).
- Familie von Plotho: Uradel der Region; das Haus blieb erhalten, weil es nach 1945 als Schule und Konsum genutzt wurde.
- Fontane-Verbindung: Wichtige Station auf dem „Fontane-Weg“. Fontane kannte die Familiengeschichte genau und skizzierte das Schloss-Umfeld im Roman.
✨ Was man dort machen kann
- Effi-Briest-Pfad: Kleiner Rundweg vom Schloss zur Dorfkirche und zum Park.
- Picknick im Gutspark: Weite Rasenflächen und uralte Bäume.
- Fotoshooting: Die Freitreppe ist ein beliebtes Hochzeitsmotiv.
📌 Interessanter Fakt: Elisabeth von Plotho (1853–1952), geboren im Schloss, wurde fast 100 Jahre alt und überlebte ihren literarischen Schöpfer Fontane um viele Jahrzehnte.
Tangerhütte – Industriekultur & Schlosspark
Das „Neue Schloss“ Tangerhütte wurde von der Industriellenfamilie Wagenführ (Eisenwerk) im Stil des Neobarock und Jugendstils erbaut – ein Juwel der Industriegeschichte.
🕒 Öffnungszeiten
- Innenräume: Nur im Rahmen von Führungen oder bei Veranstaltungen (z.B. Tag des offenen Denkmals) zugänglich.
- Schlosspark: Ganzjährig, täglich frei zugänglich (gehört zu „Gartenträume Sachsen-Anhalt“).
🎫 Eintrittspreise
- Parkbesuch: kostenfrei.
- Führungen: ca. 3–5 € pro Person.
📜 Geschichte
- Bauzeit (1909–1911): Neobarock und Jugendstil, zeigt den Reichtum der Familie Wagenführ.
- „Altes Schloss“: Daneben steht das ältere Herrenhaus (um 1874).
- Guss-Tradition: Im Park und am Schloss finden sich kunstvolle Gusseisen-Elemente.
- Nachkriegszeit: In der DDR als Seniorenheim genutzt, nach der Wende saniert.
✨ Highlights in Tangerhütte
- Schlosspark: Englischer Landschaftsgarten mit künstlichen Wasserläufen und Wasserfall.
- Gusseiserner Pavillon: 1889 auf der Weltausstellung in Paris gezeigt, heute im Park.
- Das Mausoleum: Grabstätte der Familie Wagenführ – ein imposanter Bau mit blauer Glaskuppel (siehe Extra-Box).
- Neues Schloss: Fassade mit Skulpturen und Freitreppe – Fotomotiv.
⚱️ Mausoleum der Familie Wagenführ
- Außenbesichtigung: jederzeit im Park möglich.
- Innenbesichtigung: nur zu besonderen Anlässen (Tag des offenen Denkmals, Führungen) oder nach Absprache mit dem Heimatverein. Durch Gittertore und Fenster oft Blick ins Innere möglich.
- Architektur: Um 1905, Historismus mit blauer Glaskuppel, edle Materialien. Die Kuppel leuchtet im Sonnenlicht.
- Fotospot: Zusammen mit dem künstlichen Wasserfall eines der beliebtesten Motive.
💡 Tipp: Frage im Rathaus oder beim Heimatverein nach Schlosskonzerten – die Akustik im Festsaal ist hervorragend.
Herrenhaus Briest – Stammsitz der Bismarcks
Das Herrenhaus Briest (bei Tangerhütte) ist ein märkisches Kleinod, seit über 600 Jahren im Besitz der Familie von Bismarck (Briest-Linie). Der Fachwerkbau von 1624 atmet authentische Geschichte.
🕒 Öffnungszeiten 2026
- Besichtigungen: In der Regel April– Oktober an Wochenenden (Sa/So) 11:00 – 17:00 Uhr.
- Wochentags: Nur nach Anmeldung für Gruppen oder bei Veranstaltungen.
- Gutspark: Meist frei zugänglich, sofern keine privaten Feiern stattfinden.
🎫 Eintrittspreise
- Besichtigung (Haus & Ausstellung): ca. 5,00 €
- Führungen: ca. 7–10 €
- Kinder: meist ermäßigt oder frei
📜 Geschichte
- Stammsitz: Familie von Bismarck seit über 600 Jahren.
- Architektur: Markanter Fachwerkbau von 1624, eines der wenigen Häuser, die den Dreißigjährigen Krieg fast unbeschadet überstanden.
- Besonderheit: Nie „zu Tode saniert“ – man spürt die echte Geschichte (knarrende Dielen).
- Wiederaufbau: Nach Enteignung 1945 kehrte die Familie nach der Wende zurück und rettete das Haus.
✨ Highlights in Briest
- Brauhaus-Kapelle: Kleiner Fachwerkbau auf dem Gutshof, genutzt für Taufen und Hochzeiten.
- Bismarck-Museum: Im Haus: Familiengeschichte und ländliches Leben des Adels.
- Gutspark: Naturnaher Park mit alten Wassergräben (Graften).
- Kulturelle Events: Gartenkonzerte, Lesungen, Adventsmarkt.
💡 Wichtiger Hinweis: Briest ist kein durchgestyltes Museum, sondern ein lebendiger historischer Ort. Oft begrüßen die Eigentümer selbst. Perfekte Kombination mit dem Schloss Tangerhütte (Industriekultur vs. ritterliches Fachwerk).
St. Stephanskirche Tangermünde
Eine der imposantesten Hallenkirchen der norddeutschen Backsteingotik. Ihr gewaltiger Turm (über 87 m) prägt die Skyline der Stadt.
🕒 Öffnungszeiten 2026
- Sommer (April–Oktober): Mo–Sa 11:00–17:00, So 13:00–17:00 (nach Gottesdienst).
- Winter (November–März): täglich 13:00–15:00 Uhr.
- Hinweis: Während Gottesdiensten, Trauungen oder Konzerten eingeschränkt.
🎫 Preise
- Kirchenbesichtigung: Spende oder ca. 1–2 €.
- Turmbesteigung: ca. 2–3 € pro Person (Aussicht!).
- Konzerte: z.B. „The Gregorian Voices“ im September 2026, Tickets 30–40 €.
📜 Geschichte
- Bauzeit: 14.–15. Jahrhundert, gefördert von Kaiser Karl IV.
- Scherer-Orgel (1624): Eine der wertvollsten historischen Orgeln Europas, vor kurzem restauriert.
- Stadtbrand 1617: Kirche schwer beschädigt, aber Innenausstattung teilweise erhalten.
✨ Highlights
- Scherer-Orgel: Prächtiges Gehäuse, einzigartiger Klang (vielleicht Übungsstunde erleben).
- Kanzel: Renaissance-Steinmetzarbeit (1619).
- Turm: 87 m hoch, spektakulärer Blick über Tangermünde und Elbtal.
- Nordportal: Reich mit Formsteinen und Figuren verziert.
💡 Tipp: Orgelkonzerte (z.B. „Orgelpunkt 12“ samstags) – der Klang im riesigen Raum ist Gänsehaut pur!
Rathaus Stendal & Roland
Das Rathaus in Stendal ist eines der bedeutendsten profanen Bauwerke der Backsteingotik in Sachsen-Anhalt. Daneben steht die zweitgrößte Roland-Statue Deutschlands (6,25 m).
🕒 Öffnungszeiten
- Fassade & Marktplatz: jederzeit frei.
- Innenräume (Festsaal): meist im Rahmen von Stadtführungen (Sa/So 11:00 ab Tourist-Info).
- Tourist-Information (im Rathaus-Komplex): Mo–Fr 10:00–17:00, Sa 10:00–15:00 (saisonal).
🎫 Eintrittspreise
- Außenbesichtigung & Roland: kostenfrei.
- Stadtführung (inkl. Rathaus-Innenräume): ca. 6–8 € pro Person.
📜 Geschichte: Hansestolz und Ratsherrenmacht
- Bauzeit: Kernbau aus dem 14. Jahrhundert, später erweitert (Gotik und Renaissance).
- Hanse: Stendal war reiche Hansestadt; das Rathaus demonstrierte Wohlstand.
- Festsaal: Eine der ältesten profanen Schnitzwände Deutschlands (um 1462) – biblische Szenen, Fabelwesen, Wappen.
- Roland: Symbol der städtischen Freiheit und Marktrechte, detailreich gearbeitet.
✨ Highlights am Rathaus
- Schnitzwand: Meisterwerk der Spätgotik im Inneren.
- Roland: Mit blankem Schwert und Schild mit brandenburgischem Adler.
- Renaissance-Laube: Wunderschöner Vorbau an der Fassade.
- Astronomische Uhr: Zeigt Zeit und astronomische Daten.
💡 Mein Tipp: Stendal ist Geburtsstadt von Johann Joachim Winckelmann (Begründer der klassischen Archäologie). Das Winckelmann-Museum ist nur wenige Minuten vom Rathaus entfernt – ein toller Kontrast zur Backsteingotik.